Im Juli
kvl

Im Juli



Drückend malt der Dunst die Gassen

der bemühten Stadt.

Die Menschen, welche voneinander lassen

schreiten stumm und ständig satt.

 

Entfernt klingen die Lieder.

Die Heimatstraßen ruhen still.

Manchmal sind sie leise wieder,

was das Neue will.

 

Trams ziehen um die Häuser,

an der Spree da ist es schön.

Noch freundlich grüßt ein blasser Schleuser

eh' die Sommertage geh'n.

 

Die Nächte liegen stark.

Im Innern liegt die Ruh'.

Was ich an meinem Leben mag

schaut mir des Abends stille zu.

 

Und irgendwo ist Unsinn Krieg

zwischen Leben, Streit und Angst und Sieg.





(C) Kai van Lier -  XXX / VII / MMXIV


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